[nextpage title=”Einleitung”]
Auf den folgenden Seiten möchten wir über die Leistungsbewertung an unserer Schule informieren. Die Ausführungen sollen ein Verständnis der Leistungsbeurteilung ermöglichen und bei der Einschätzung der Leistung der Kinder helfen.
[nextpage title=”Grundlagen”]
Die Grundlagen für die Leistungsbewertung in allen Klassenstufen stellen die Richtlinien sowie die Lehrpläne des Landes Nordrhein-Westfalen dar, die zum 1.8.2008 in Kraft getreten sind. Demnach sind die Schulen einem pädagogischen Leistungsverständnis verpflichtet.
Leistungsanforderungen sollen mit individueller Förderung verbunden werden.
Im Vordergrund soll vor allem die Förderung der Gesamtpersönlichkeit der Kinder sowie ihrer Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft stehen. Um diese Ziele zu erreichen, legen wir besonderen Wert auf die Ermutigung zum Lernen und auf die Stärkung der Leistungsfähigkeit.
Aus diesem Grund haben wir in der Eingangsstufe seit dem Schuljahr 2011/12 das Berichtszeugnis mit Ziffernnoten durch ein Zeugnis in Tabellenform ersetzt. In dem Schuljahr 2012/13 haben wir dieses Zeugnis auch auf das dritte Schuljahr übertragen. In dem dritten Schuljahr gibt es ergänzend dazu Noten für alle Fächer.
Im ersten Halbjahr des 4. Schuljahres bekommen die Kindern neben dem reinen Ziffernzeugnis den für alle Grundschulen in Troisdorf gültigen Kompetenz-Beurteilungs-Bogen (KBB), in dem ausführlich die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler beschrieben werden. Dieser enthält darüber hinaus die begründete Empfehlung für den weiteren Bildungsweg des Kindes.
Kompetenzorientierung
Hauptaufgabe der Grundschule in NRW ist die Entwicklung von Kompetenzen. Beispielsweise ist eine SchülerIn in einem Fach kompetent, wenn er/sie
- über Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Lösen von Problemen verfügt
- auf vorhandenes Wissen zurückgreift bzw. sich das notwendige Wissen beschafft
- zentrale fachliche Zusammenhänge versteht
- angemessene Handlungsentscheidungen trifft
- Lerngelegenheiten nutzt
- motiviert ist, ihre bzw. seine Kompetenzen auch in Zusammenarbeit mit anderen einzusetzen.
Das Lernen in der Schule erfolgt stärker anwendungsorientiert. Zusätzlich zu dem inhaltlichen Wissen vermitteln die Schulen Sach-, Methoden-, und Strategiewissen.
Aufbau des Tabellenzeugnisses
Bei der Bewertung der Kompetenzen haben wir eine vierfach Abstufung gewählt. Die Leistung wird mit einem bis vier Sternen bewertet.
Eine grobe „Übersetzung“ der vier Sterne im Rahmen der Bewertung von fachlichen Kompetenzen bietet die folgende Darstellung, die auch dem Zeugnis beigefügt ist.
Die Bedeutung der jeweiligen Bewertung, bezogen auf die einzelnen Fächer und Lernbereiche, erläutern wir auf den folgenden Seiten.
Entsprechen die Leistungen der Kinder nicht den Mindestanforderungen oder übertreffen sie diese im besonderen Maße, wird dies in den Anmerkungen zu den entsprechenden Fächern vermerkt. In der Tabelle ist dann ein Häkchen bei dem entsprechenden Feld. Das Feld Anmerkungen kann darüber hinaus jederzeit für weitere Ergänzungen genutzt werden.
[nextpage title=”Bewertung von Kompetenzen”]
Bei der Bewertung der Kompetenzen der Kinder ziehen wir zwei unterschiedliche Bewertungshilfen hinzu.
1. Kompetenzmodelle
In einzelnen Lernbereichen gibt es unterschiedliche wissenschaftlich fundierte Modelle, wie sich bestimmte Kompetenzen in der Grundschulzeit entwickeln. Wo es sich anbietet, ziehen wir diese zur Bewertung heran. Diese werden wir in den folgenden Kapiteln weiter ausführen und verdeutlichen. Die Anwendbarkeit werden wir in der Praxis fortlaufend überprüfen und eventuelle Anpassungen vornehmen. Gibt es in der Fachwissenschaft neue Entwicklungen, werden wir diese berücksichtigen. In einigen Fächern gibt es noch eine zu geringe Datenlage, um eine allgemeine Kompetenzentwicklung zu beschreiben. In diesem Fall beziehen wir uns bei der Bewertung der Kompetenz auf das folgende Modell der Anforderungsbereiche der Kultusminister Konferenz
2. Modell der Anforderungsbereiche
Von der Kultusministerkonferenz wurden folgende drei Anforderungsbereiche definiert, um Kompetenzen erfassen zu können.
Das Erreichen dieser Anforderungsbereiche dokumentieren wir folgendermaßen in unserem Zeugnis. Übergänge zwischen den Niveaustufen sind in der Praxis nicht immer trennscharf.
Alle Leistungsüberprüfungen basieren auf den drei Niveaustufen.
[nextpage title=”Arbeits- und Sozialverhalten”]
Sozialverhalten
Wir organisieren das Zusammenleben in den Klassen so, dass wir die Kinder bei dem Erwerb wichtiger sozialer Kompetenzen unterstützen.
Durch die Einrichtung von Diensten werden die Kinder verantwortlich in das Klassenleben eingebunden.
Die Dienste sind so organisiert, dass alle Kinder diese ausführen können und auch müssen.
Die Klasse stellt gemeinsam Klassenregeln auf, die für alle nachvollziehbar sind. Die Schulregeln werden regelmäßig thematisiert.
Wir bearbeiten Konflikte der Kinder untereinander und vermitteln Lösungsmöglichkeiten.
Die Zusammenarbeit mit einem Partner ist im ersten Schuljahr eine Vorform der Gruppenarbeit und eine erste wichtige Methode, die wir im Unterricht fördern. Da im zweiten Schuljahr Gruppenarbeit nur angebahnt wird, bewerten wir diese noch nicht im Zeugnis. Eine Bewertung findet erst in Klasse 3 und 4 statt.
Arbeitsverhalten
Ein produktives Arbeitsverhalten ist für den Wissens- und Kompetenzerwerb unabdingbar. Mit den unten aufgeführten Formulierungen haben wir die Leistungen im Bereich der Arbeit an den eigenen Aufgaben und eine Beteiligung an Unterrichtsgesprächen im Blick.
Die erledigten Hausaufgaben werden regelmäßig nachgehalten und die Qualität durch kindgemäße Symbole zurückgemeldet. Dies betrifft auch die Führung von Mappen und Heften.
[nextpage title=”Deutsch”]
Das Fach Deutsch setzt sich aus den folgenden Teilbereichen zusammen:
- Sprachgebrauch (mündlich und schriftlich)
- Rechtschreiben
- Lesen
- Sprache untersuchen
Die Übergänge zwischen diesen Teilbereichen sind in der Praxis häufig fließend. Beispielsweise wird in einer Unterrichtseinheit zum Thema Rechtschreiben Sprache untersucht, gelesen und gesprochen (mündlicher Sprachgebrauch). Dennoch ist es bedeutsam, die Lernstände in den einzelnen Bereichen zu bewerten.
Bewertet werden alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten mündlichen, schriftlichen und praktischen Leistungen. Ab Klasse 3 gibt es benotete schriftliche Klassenarbeiten.
Laut Lehrplan zählen zu den schriftlichen Arbeiten:
- freie oder gebundene Texte
- durch Literatur angeregte Texte
- Textentwürfe und Überarbeitungen
Darüber hinaus kann es schriftliche Arbeiten geben, die sich auf geübte Teilfähigkeiten beziehen:
- Nachdenkaufgaben
- Korrekturaufgaben
- Aufgaben zum Überarbeiten eines Textes
- Beantwortung von Fragen zu einem Text
Eine Kombination verschiedener Aufgaben ist möglich.
Folgende schriftliche Überprüfungen finden bei uns im Fach Deutsch statt:
1. und 2. Schuljahr:
Im ersten und zweiten Schuljahr werden regelmäßig kleinere Tests durchgeführt, um den Lernerfolg zu überprüfen. Die Tests werden im ersten Schuljahr nicht zurückgegeben, sondern im Rahmen der Elternsprechtage besprochen. Ab dem zweiten Halbjahr des zweiten Schuljahres werden die unbenoteten Überprüfungen mit nach Hause gegeben
3. und 4. Schuljahr
Im dritten und vierten Schuljahr schreiben wir folgende benotete Klassenarbeiten pro Halbjahr:
- zwei Rechtschreibarbeiten
- mind. 1 Texte nach vorgegebenen Kriterien (z.B. Berichte, Märchen, Personenbeschreibungen)
- eine Überprüfung aus dem Bereich „Sprache untersuchen“
Eine Überprüfung kann mehrere Bereiche enthalten.
[nextpage title=”Sprachgebrauch”]
Der Lernbereich Sprachgebrauch besteht aus dem mündlichen und dem schriftlichen Sprachgebrauch.
Mündlicher Sprachgebrauch
Wir fördern und beobachten die sprachlichen Kompetenzen der Kinder in unterschiedlichen Situationen. Dazu gehören offene Gesprächskreise und Unterrichtsgespräche. Uns ist es wichtig, dass die Kinder verständlich in vollständigen richtigen Sätzen reden können. Für eine gelungene Kommunikation generell, aber auch für den Unterricht, ist ein aktives Zuhören wichtig, das dann beobachtbar wird, wenn das Kind Verständnisfragen stellt und auf das Gesagte sinnvoll eingeht.
Schriftlicher Sprachgebrauch
Schreibmotivation im Anfangsunterricht
Im Zentrum des Anfangsunterrichts im Bereich des schriftlichen Sprachgebrauchs steht die Weckung von Schreibmotivation. Im Unterricht lernen die Kinder unterschiedliche Schreibimpulse kennen, die sie zu einer Textproduktion anregen sollen. Die Kinder schreiben beispielsweise zu Kinderbüchern, über eigene Erlebnisse, zu einer Musik oder zu Bildern. Ergänzend dazu gibt es auch freie Schreibzeiten, in denen die Kinder eigene, thematisch ungebundene Schreibideen umsetzen können (Individuelles Schreiben). Im zweiten Schuljahr beginnt eine erste Hinführung zu einem kriteriengeleiteten Schreiben. Im Unterricht werden einzelne Merkmale von beispielhaften Textsorten erarbeitet (Verständlichkeit, Überschrift, Ausführlichkeit). Diese werden dann bei der Überarbeitung berücksichtigt.
Bewertung der Texte im Anfangsunterricht
In den ersten beiden Jahren entwickeln sich die Texte der Kinder ausgehend von einzelnen kurzen assoziativen Texten, hin zu ersten verketteten Texten, in denen sich die Sätze aufeinander beziehen und die inhaltlich verständlich sind.
Textsorten in Klasse 3 und 4
Über das dritte und vierte Schuljahr verteilt, werden in den Klassen die Kriterien für unterschiedliche Textsorten erarbeitet. In jedem Schuljahr werden dabei Texte mit den folgenden Funktionen geschrieben.

Die Textsorten und ihre spezifischen Merkmale werden anhand von Kriterien im Unterricht behandelt. Der Lehrplan für die Grundschule formuliert die Kompetenzerwartung am Ende des vierten Schuljahres folgendermaßen:
„Die Schülerinnen und Schüler planen Texte mit verschiedenen Methoden, verfassen Texte verschiedener Textsorten funktionsangemessen und bearbeiten ihre Entwürfe in Bezug auf die verwendeten sprachlichen Mittel sowie die äußere Gestaltung (z. B. Wortwahl, Satzbau, Gliederung, grammatische und orthografische Richtigkeit).“
Diese Kompetenz entwickeln wir schwerpunktmäßig in den Klassen 3 und 4. Dabei werden die Phasen der Textproduktion in den einzelnen Unterrichtssequenzen unterschiedlich gewichtet. Als Orientierung für eine Bewertung der im Unterricht entstehenden Texte gilt folgende Übersicht.
Zusammensetzung der Note im Bereich Sprachgebrauch
[nextpage title=”Rechtschreiben”]
Laut Lehrplan geht es im Bereich der Rechtschreibung darum, zu bewerten, an welcher „Stelle auf dem Weg zur normgerechten Schreibung die Schülerin oder der Schüler steht“. Eine Grundlage der Bewertung ist die Schreibung in den eigenen Texten.
Darüber hinaus berücksichtigen wir die Leistung in Bezug auf geübte Teilfähigkeiten, die wir unter dem Punkt „Methoden“ zusammenfassen. Das sind Nachdenk- und Korrekturaufgaben und unterschiedliche Abschreibmethoden.
In Klasse 3 und 4 setzt sich die Note für den Bereich Rechtschreibung folgendermaßen zusammen:
Methoden
Im Bereich der Methoden bewerten wir das Anspruchsniveau, welches die Kinder bei der Bearbeitung von rechtschriftlichen Aufgaben bewältigen können. Zu den Methoden zählen beispielsweise:
- Sortierübungen
- Umsetzung von richtigen Abschreibtechniken
- Selbst‐, Partnerdiktat
- Bemühen um rechtschriftliche Richtigkeit
- Umgang mit dem Wörterbuch
- Begründungen von Schreibungen (Nachdenkwörter)
- Zuordnung zu den Gruppen Nachdenkwörter und Merkwörter
- verlängern
- ableiten
- Überarbeitung von Texten mit bestimmten Fehlertypen
- Arbeit mit Korrekturkarten
In Klasse 3 und 4 wird die Umsetzung der zuvor geübten Methoden in Rechtschreibarbeiten überprüft.
Rechtschreibung in den eigenen Texten
Die Entwicklung der Rechtschreibkompetenz in den eigenen Texten der Kinder bewerten wir in Anlehnung an das Kompetenzmodell von Norbert-Sommer-Stumpenhorst. Bewertet wird in der Eingangsstufe der Gesamteindruck der Rechtschreibleistung gegen Ende des Schul- bzw. Halbjahres. Die Rechtschreibüberprüfungen in Klasse 3 und 4 enthalten Aufgaben, in denen eigene kurze Texte geschrieben werden müssen. Diese werden qualitativ ausgewertet und fließen in die Bewertung mit ein.
In Klasse 1 wird bewertet, inwiefern die Kinder das Lautprinzip verstanden haben und dies bei eigenen Schreibungen umsetzen können. Wir unterscheiden dabei zwischen geübten und einfachen lautgetreuen Wörtern. Kinder, die im ersten Schuljahr keine bzw. sehr wenige Fehler in diesem Bereich zeigen, erreichen die höchste Kompetenz. Im Anspruch der Klasse 2 kommt die Unterscheidung von Wortarten hinzu und die richtige Umsetzung der Groß- und Kleinschreibung. Im ersten Halbjahr des dritten Schuljahres werden intensiv die rechtschriftlichen Regelungen für die Unterscheidung der Länge von Vokalen thematisiert. Eine Umsetzung dieser Regelungen in den Texten der Kinder ist in diesem Schuljahr die höchste Kompetenzstufe. Darauf folgt das Prinzip des Wortstamms im zweiten Halbjahr des
dritten Schuljahres und Regelungen für zusammengesetzte Wörter sowie eine Auswahl an Fremdwörtern in Stufe 4.
[nextpage title=”Lesen”]
In dem Lernbereich Lesen sind vier Bereiche zu unterscheiden:
- das genießende Lesen
- die Lesefähigkeit
- Lesestrategien
- Präsentation von Texten
Genießendes Lesen
Unsere wichtigste Maßnahme zur Förderung des genießenden Lesens sind unsere wöchentlichen Lesezeiten in der Klasse. In dieser Zeit haben alle Kinder der Schule die Gelegenheit, Bücher aus unserer schuleigenen Bücherei auszuleihen.
Lesefähigkeit
Lesefähigkeit bedeutet, altersgemäße Texte und Textformen sinnverstehend zu lesen. Sie ist ein wichtiges Ziel und Grundlage für die erfolgreiche Mitarbeit in allen Fächern.
Für den Kompetenzbereich „Lesen“ liegt ein im März 2011 von der Kultusministerkonferenz (KMK) verabschiedetes Kompetenzstufenmodell vor. Es kommt auch bei der Bewertung der Vera Vergleichsarbeiten zum Einsatz, die alljährlich in Klasse 3 geschrieben werden. Es umfasst die folgenden 5 Stufen.
Stufe 1: Explizit gegebene Einzelinformationen identifizieren
Kinder auf dieser Kompetenzstufe sind in der Lage, meist konkrete Informationen zu identifizieren bzw. wiederzugeben, solange diese an leicht auffindbaren Stellen lokalisiert sind, z. B. am Anfang eines langen Absatzes. Teile der Formulierung der Aufgabe sind mit der Formulierung der gesuchten Informationen weitgehend identisch.
Stufe 2: Benachbarte Informationen miteinander verknüpfen
Kinder auf dieser Kompetenzstufe können Aufgaben lösen, bei denen eine gegebene Information mit einer anderen zu verknüpfen ist. Dabei sind diese Informationen in der Regel im Text eher benachbart, aber die Verknüpfung ist nicht explizit gegeben, sondern muss erschlossen werden. Es handelt sich um einfach herzustellende kausale Beziehungen, Motive von Handlungen und Ursachen von Vorgängen.
Stufe 3: „Verstreute“ Informationen verknüpfen und den Text ansatzweise als ganzen erfassen
Kinder auf dieser Kompetenzstufe können Aufgaben lösen, bei denen es um die Verknüpfung bzw. Integration von Informationen geht, die weit über den jeweiligen Text verstreut sein können.
Stufe 4: Wesentliche Aspekte erfassen
Kinder auf Kompetenzstufe 4 können über die bisher dargestellten Aufgaben hinaus zu einem guten Teil auch solche Aufgaben lösen, die so formuliert sind, dass die Zuordnung der gesuchten Informationen erschwert ist.
Stufe 5: Auf zentrale Aspekte des Textes bezogene Aussagen selbstständig begründen
Kinder auf der höchsten Kompetenzstufe beantworten nicht nur Fragen nach dem Textthema und nach Handlungsmotiven, die im Text nicht explizit genannt sind. Sie sind vor allem in der Lage, im Rahmen von komplexeren offenen Fragestellungen Behauptungen selbstständig zu begründen. Kinder auf Kompetenzstufe V entwickeln eigene Gedanken zu Texten und nehmen zu ihnen Stellung.
Bewertung in den einzelnen Schulstufen
Die beschriebenen Leistungsstufen dienen uns als Grundlage für die Bewertung im Bereich Lesen.
Die Leseleistung bezieht sich grundsätzlich auf altersangemessene Texte.
Im Anfangsunterricht haben wir noch zwei Niveaustufen hinzugefügt. Das sinnentnehmende Erlesen von einfachen Wörtern ist für uns das einfachste Niveau der Lesekompetenz.
Neben Beobachtungen im Unterricht und eigenen Lesetests verwenden wir standarisierte Tests zur Leistungsfeststellung.
Lesestrategien
Unter Lesestrategien können komplexere Handlungsabfolgen verstanden werden. Sie dienen unterschiedlichen Zielsetzungen. Ihr Vorhandensein geht mit einer differenzierten Lesefähigkeit einher. Zu unterscheiden sind:
- Strategien zur Planung des Lesens
- Strategien zur Überwachung des Textverständnisses
- Strategien zur Überwindung von Verständnisschwierigkeiten
- Strategien zur Verarbeitung und Nutzung des Textes
Aufgrund der Reichhaltigkeit an möglichen Strategien, die im Unterricht thematisiert werden können, hat sich das Kollegium auf folgende Absprachen verständigt.
- Die Strategien werden ab dem ersten Schuljahr thematisiert.
- Eine Bewertung findet erst ab dem dritten Schuljahr statt.
- Die höchste Niveaustufe ist in diesem Bereich erreicht, wenn Kinder selbstständig eine zu einem vorgegebenen oder selbstgewählten Ziel entsprechende Strategie auswählen und erfolgreich anwenden.
- Das einfachste Niveau besteht darin, gut geübte und vorgegebene Strategien anzuwenden.
Schwerpunkte
Im Kollegium haben wir uns für folgende Schwerpunkte im Zusammenhang mit Lesestrategien entschieden. Folgende Strategien werden in den Schuljahren 3 und 4 gemeinsam erarbeitet und geübt:
Strategien zur Planung des Lesens
- Leseerwartungen und Fragen zu einem Text formulieren
- Vorhersagen machen sowie Hypothesen bilden
- Abbildungen betrachten und den Inhalt erschließen
Strategien zur Überwachung des Textveständnisses
- Relevante Informationen und Beziehungen erkennen
- Randbemerkungen machen
- Wichtige Textstellen für die Leseziele markieren oder herausschreiben
Strategien zur Überwindung von Verständnisschwierigkeiten
- Mit unbekannten Wörtern verständnisfördernd umgehen (mehrmals lesen, Kontextnutzung, Nachlagen, Experten fragen)
- Bedeutung am Textrand markieren
Strategien zur Verarbeitung und Nutzen des Textes
- Text gliedern
- Zusammenfassen von Sinnabschnitten
- Text interpretieren
- Meinung formulieren
- Mit anderem Kind Gespräch über den Text führen
Gestaltetes Lesen
Das gestaltete Lesen umfasst das sinngestaltete Vorlesen von Texten nach vorhergehender Vorbereitung. Dies beinhaltet Geschichten, Gedichte, Dialoge und die Vorstellung von Kinderbüchern. Die Texte können auch auswendig gelernt werden. Das gestaltete Lesen ist an unserer Schule häufig eingebettet in einen fächerübergreifenden Kontext. Beispielsweise werden die eigenen Texte zu den Themen des Sachunterrichts vorgetragen oder Gedichte verklanglicht. Im Rahmen unserer Büchereistunden stellen die Kinder die gewählten Bücher vor. Ab Klasse 2 werden im Unterricht Kriterien für einen Textvortrag vorbereitet.
Zusammensetzung Gesamtnote Deutsch
[nextpage title=”Mathematik”]
Kompetenzen im Mathematikunterricht
Im Mathematikunterricht werden prozessbezogene und inhaltsbezogene Kompetenzen unterschieden.
Kompetenzen im Mathematikunterricht
Im Mathematikunterricht werden prozessbezogene und inhaltsbezogene Kompetenzen unterschieden.
Inhaltsbezogene Kompetenzen
Mit inhaltsbezogenen Kompetenzen sind Kenntnisse und Fertigkeiten gemeint. Das sind zum Beispiel das Lösen von Additionsaufgaben, die Beherrschung des Einmaleins oder das Bauen von Gebäuden nach Bauplan.
Die inhaltsbezogenen Kompetenzen werden in den entsprechenden Teilbereichen des Faches Mathematik unter folgenden Bereichen zusammen gefasst:
- Zahlen und Operationen
- Raum und Form
- Größen und Sachrechnen (ab Klasse 2)
- Daten und Wahrscheinlichkeiten (ab Klasse 3)
Prozessbezogene Kompetenzen
Ergänzend dazu ist unser Unterricht so gestaltet, dass prozessbezogene Kompetenzen erworben werden. Beispielsweise lernen die Kinder anhand von mathematischen Aufgabenstellungen zu argumentieren. Indem sie vorgegebene Muster fortsetzen wird ihre Kreativität gefördert.
Bei den prozessbezogenen Kompetenzen handelt es sich um den Weg, auf dem die Aufgaben gelöst werden. Deswegen fließen bei der Bewertung der inhaltsbezogenen Kompetenzen die prozessbezogenen Kompetenzen mit ein. Anspruchsvolle Aufgabenstellungen können nur gelöst werden, wenn die Kinder über die entsprechenden Kompetenzen verfügen.
Allgemeine Leistungsbewertung im Fach Mathematik
Der Lehrplan Mathematik trifft folgende Aussagen zu der Leistungsbewertung im Fach Mathematik:
Die Leistungsbewertung orientiert sich an den prozessbezogenen und inhaltsbezogenen Kompetenzerwartungen.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten individuelle Rückmeldungen über ihre Lernentwicklung und den erreichten Kompetenzstand. Lernerfolge und -schwierigkeiten werden mit Anregungen zum zielgerichteten Weiterlernen verbunden.
Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin oder dem Schüler erbrachten Leistungen.
Im Beurteilungsbereich „Schriftliche Arbeiten“ werden in den Klassenarbeiten der Klassen 3 und 4 komplexe fachbezogene Kompetenzen überprüft.
Der Beurteilungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ umfasst alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten mündlichen, schriftlichen und praktischen Leistungen.
Als Leistung werden nicht nur Ergebnisse, sondern auch Anstrengungen und Lernfortschritte bewertet. Auch in Gruppen erbrachte Leistungen sind zu berücksichtigen.
Bewertung der Kompetenzen
Für die Bewertung der Leistungen im Mathematikunterricht spielen die Niveaustufen eine große Rolle.
In den Schuljahren 3 und 4 schreiben wir drei benotete Klassenarbeiten im Schuljahr. Die Niveaustufen sind folgendermaßen auf die Punkte verteilt.
Inhalte, die im Zeugnis bewertet werden
Die Inhalte verteilen sich folgendermaßen auf die Schuljahre:
Kopfrechnen
Mit Kopfrechnen bezeichnen wir das Rechnen einer Aufgabe nur im Kopf. Es werden dabei keine Hilfsmittel benutzt. Zwischenergebnisse werden nicht notiert. Bewertet wird, welche Aufgaben in kurzer Zeit richtig gelöst werden. Damit wir die Kopfrechenkompetenz bewerten können, unterscheiden wir die folgenden Aufgabentypen in den jeweiligen Schuljahren. Unterscheidungsmerkmal ist die Anzahl der Rechenschritte, die zur Lösung notwendig sind.
Gruppe 1
Aufgaben, die mit einem Rechenschritt lösbar sind:
450+5, 380+2, 378+4, 500+100, 700-20
Gruppe 2
Aufgaben, für deren Lösung zwei Schritte nötig sind:
- 450+32= 482 (gerechnet: 450+30+2)
- 456-32= 424 (456-30-2)
Gruppe 3:
Aufgaben, für deren Lösung drei oder mehr Schritte nötig sind:
- 345-123=345-100-20-3=222
- 583+348=583+300+40+8=931
- 892-234=892-200-30-4=658
Bewertung der Kopfrechenkompetenzen
Für die Bewertung der Kopfrechenkompetenz ergibt sich somit folgende Übersicht.
Gesamtnote Mathematik
Die Gesamtnote im Fach Mathematik im dritten und vierten Schuljahr setzt sich folgendermaßen aus den Lernbereichen zusammen:
[nextpage title=”Ausblick”]
In den nächsten Jahren werden wir fortwährend die in diesem Konzept beschriebenen Absprachen evaluieren und überarbeiten.
Ergänzen werden wir in dem Schuljahr 2016/17 Aussagen zu dem Fach Sachunterricht. Die Grundlagen für weitere Unterrichtsfächer folgen in den nächsten Jahren.


















